Das 95-jährige Mädchen wird der Mitschuld an den Morden an 10.000 Menschen im ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrationslager Stutthof beschuldigt. Die Veranstaltung ist die erste seit mehreren Jahrzehnten, die gegen ein weibliches Teammitglied durchgeführt wurde.

Die Staatsanwaltschaft in Itzehoe kündigte am Freitag Anklage gegen einen ehemaligen Sekretär des nationalsozialistischen Konzentrationslagers an.

Der Fall ist ein seltener Fall für deutsche Staatsanwälte, die kürzlich mehrere ehemalige KZ-Wachen und Buchhalter vor Gericht gebracht haben. Sekretäre und weibliche Mitarbeiter wurden seit Jahren nicht mehr angeklagt.

Was haben Staatsanwälte gesagt?

Ihr Ex wird beschuldigt, “die Verantwortlichen im Lager bei der systematischen Tötung jüdischer Gefangener, glänzender Partisanen und sowjetischer europäischer Konfliktgefangener unterstützt zu haben”, heißt es in einer Erklärung der Staatsanwaltschaft.

Laut Aussage war sie von Juni 1943 bis April 1945 Sekretärin des Stutthof-Lagerkommandanten. Das Lager befand sich in der Nähe des damaligen Danzig, heute Danzig.

Sie ist damit konfrontiert, “in mehr als 10.000 Fällen Mord zu unterstützen und zu begünstigen” und sich zusätzlich an versuchten Mordversuchen im Lager zu beteiligen.

Die deutsche Staatsanwaltschaft untersucht ihren Fall seit 2016 und führt Interviews mit Holocaust-Überlebenden in Israel und den USA.

Was merken wir über die Sekretärin?

Obwohl die Staatsanwaltschaft die Frau nicht identifiziert hat, ist sie Berichten zufolge 95 Jahre alt und lebt nördlich von Hamburg, basierend auf der Lokalzeitung Hamburger Abendblatt.

In ihrer Funktion als Sekretärin des KZ-Kommandanten Paul Werner Hoppe argumentieren Staatsanwälte, dass sie eine wichtige Rolle bei der Arbeit des Stuffhof-Lagers gespielt habe.

In anderen Fällen wurde sie einmal als Zeugin hinzugezogen, basierend auf einem Untersuchungsbericht, der im vergangenen Jahr vom lokalen öffentlich-rechtlichen Sender NDR veröffentlicht wurde.

1954 sagte die ehemalige Sekretärin aus, der Kommandant habe ihr täglich Briefe diktiert. Sie sagte auch, dass der größte Teil der Korrespondenz mit der SS-Abteilung, die für die Leitung der Konzentrationslager zuständig ist, ihren Schreibtisch gefunden habe.

In einem Interview mit einem NDR-Reporter behauptete sie, erst nach dem Zweiten Weltkrieg von den Massenmorden auf dem Stuffhof erfahren zu haben. Sie erzählte dem Reporter, dass ihr Bürofenster weit vom Lager entfernt war.

Was geht als nächstes?

Da die Frau während ihrer Zeit als Sekretärin des Lagers jünger als 21 Jahre war, wird ein Jugendgericht den Fall verhandeln.

Das Gericht in Itzehoe wird entscheiden, ob die Anklage zugelassen und ein Prozess gegen die Frauen eröffnet werden soll.

Es ist noch nicht festgelegt, wie lange die Methode dauern wird.

Deutschland hat versucht, überlebende ehemalige Mitarbeiter der nationalsozialistischen Konzentrationslager strafrechtlich zu verfolgen, da die Zahl der Zeugen und mutmaßlichen Täter abnimmt.

Ein Fall von 2011 gegen einen ehemaligen KZ-Wachmann stellte einen Präzedenzfall dar, der es den Gerichten ermöglichte, das Lagerpersonal und nicht nur die verantwortlichen Beamten zu verurteilen.

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